
Volksbegehren des Geistes
Wir, die Unterzeichner des Geistes,
erheben Einspruch gegen die Betäubung der Welt.
Gegen das algorithmische Rauschen, das Denken ersetzt,
gegen die Beliebigkeit, die sich als Freiheit verkleidet.
Wir begehren das Denken zurück –
nicht als Leistung, sondern als Lust.
Wir begehren die Tiefe zurück –
nicht als Elitismus, sondern als Erinnerung daran,
dass Geist und Schönheit kein Luxus sind.
Wir erklären den Geist zur Sache der Öffentlichkeit.
Zur Stimme jener, die noch fühlen,
zur Sprache jener, die noch fragen.
Wir glauben an Zweifel als Stärke,
an Poesie als Erkenntnis,
an Kunst als Ort der Wahrheit.
Wir unterschreiben mit Farbe statt Tinte,
mit Gedanken statt Parolen.
Das ist unser Volksbegehren.
Nicht gegen jemanden –
sondern für das Denken selbst.
Volksbegehren des Geistes
ein künstlerischer Aufruf zur Wiederentdeckung des Denkens
Der Wiener Künstler Zino Weinstein ruft mit seinem Triptychon Volksbegehren des Geistes zu einer Renaissance der Innerlichkeit und des Denkens auf – als Gegenentwurf zum digitalen und politischen Lärm unserer Zeit.
Das Werk verbindet Malerei, Text und Symbolik zu einem modernen Manifest: einer visuellen Petition für Geist, Kultur und Bewusstsein.
Weinstein versteht das Volksbegehren nicht als politische, sondern als poetische Geste. Drei Tafeln stehen für die Entwicklung vom Verlust des Geistes, über den Aufschrei, hin zur Rückeroberung der geistigen Würde.
Damit reiht sich das Werk in die Tradition großer Denker von Wittgenstein bis Arendt ein – als Versuch, das Denken selbst wieder zum Gegenstand öffentlicher Debatte zu machen.
„Der Wiener Künstler Zino Weinstein fordert nicht weniger als eine Wiederentdeckung des Denkens –
eine Rückkehr zum Mut, Sinn zu suchen.“
Das Volksbegehren des Geistes ist zugleich Kunstwerk und Bewegung – ein Aufruf, sich einzuschreiben in eine neue Öffentlichkeit der Vernunft.
Volksbegehren des Geistes — Eine Corona-Gedenksäule für Wien
„Wie unsere Vorfahren nach der Pest, so brauchen auch wir einen Platz für Trauer und Dankbarkeit.“ — Zino Weinstein
Corona hat unsere Stadt und unsere Gesellschaft geprägt. Viele haben ihr Leben verloren, unzählige wurden krank, Familien wurden auseinandergerissen, Existenzen bedroht. Gleichzeitig gab es Ärzt:innen, Pflegekräfte und Helfer:innen, die unermüdlich für andere da waren.
So wie die Pestsäule am Graben seit Jahrhunderten von einer überstandenen Krise erzählt, soll auch unsere Zeit einen Ort des Gedenkens und des Dankes erhalten.
Wir fordern eine Corona-Gedenksäule am Stephansplatz – als Zeichen der Erinnerung und der Dankbarkeit.
Call to Action:
Unterschreibe jetzt für einen Platz der Trauer und Dankbarkeit:
Was Wittgenstein für die Sprache war, soll das Volksbegehren für das Denken sein – eine Rückeroberung der Bedeutung durch Präzision, Kunst und Stille.

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“
– Ludwig Wittgenstein, Tractatus Logico-Philosophicus
Warum Wien eine Corona-Gedenksäule braucht
Es geht nicht darum die Vergangenheit zu verklären.
Wien ist eine Stadt der Geschichte. Ihre Plätze und Gebäude erzählen von Siegen und Niederlagen, von Katastrophen und Hoffnungen. Mitten in der Innenstadt erhebt sich die Pestsäule am Graben – seit Jahrhunderten ein Monument des Schreckens und der Dankbarkeit. Errichtet nach dem Ende der Pest von 1679, erinnert sie an das Leiden, aber auch an das Überleben. Sie ist ein Ort der Mahnung und der Hoffnung zugleich.
Die Corona-Pandemie hat unsere Zeit geprägt wie kein anderes Ereignis seit dem Zweiten Weltkrieg. Tausende Menschen sind gestorben, Familien wurden auseinandergerissen, Menschen haben ihre Arbeit verloren, Existenzen zerbrachen. Pflegekräfte, Ärzt:innen und Helfer:innen standen Tag und Nacht im Dienst anderer und zahlten oft selbst mit ihrer Gesundheit. Diese Jahre haben Spuren hinterlassen – in den Körpern, in den Biografien, in den Seelen.
Doch während die Pest in Stein gemeißelt ist, droht Corona unsichtbar zu werden. Schon jetzt verblasst die Erinnerung. Viele wollen vergessen, zur Normalität zurückkehren. Aber eine Gesellschaft, die das Leiden ihrer eigenen Zeit nicht sichtbar macht, beraubt sich selbst eines wichtigen Teils ihrer Geschichte.
Ein Denkmal ist mehr als ein Stein. Es ist ein kollektives Gedächtnis, ein Ort, an dem Trauer und Dankbarkeit einen Platz finden. Eine Corona-Gedenksäule am Stephansplatz, im Herzen Wiens, würde zwei Dinge vereinen: die Erinnerung an die Opfer und den Dank an jene, die geholfen haben.
Es geht nicht darum, die Vergangenheit zu verklären. Es geht darum, sichtbar zu machen, dass wir als Gesellschaft verwundbar sind – und dass wir dennoch Verantwortung füreinander tragen können. Die Säule wäre ein Ort des stillen Gedenkens, aber auch ein Symbol für die Stärke der Gemeinschaft.
Die Pestsäule ist bis heute ein Wahrzeichen der Stadt. Eine Corona-Säule würde sich in diese Tradition stellen und zugleich ein neues Kapitel aufschlagen. Sie würde die Linie der Geschichte verlängern, von den Katastrophen vergangener Jahrhunderte bis in unsere Gegenwart.
Diese Initiative ist nicht nur eine Forderung an die Politik, sondern auch eine Einladung an die Gesellschaft: Diskutieren wir, wie wir erinnern wollen. Wollen wir Corona verdrängen – oder uns dem stellen, was war?
Ein Denkmal bedeutet Verantwortung. Es sagt: Wir haben nicht vergessen.
Wien braucht diesen Ort. Jetzt.
Zino Weinstein



Die Corona-Säule – Volksbegehren des Geistes
Die Säule ist blau, weil Blau die Farbe des Atems ist – und des Atemstillstands.
Sie erinnert an eine Zeit, in der Luft kostbar wurde und Nähe gefährlich war.
Ihre Form ist nicht architektonisch, sondern organisch, fast lebendig. Sie wächst, statt gebaut zu sein – wie ein Körper, wie Erinnerung selbst. Die biomorphe Gestalt verweist auf das Unsichtbare: das Virus, das Leben, die Verletzlichkeit.
Als Gegenstück zur barocken Pestsäule steht sie nicht für Triumph, sondern für Überleben.
Wo einst der Stein sich verhärtete, wächst nun Farbe.
Wo früher ein Sieg gefeiert wurde, wird heute Stille gedacht.
Ein Denkmal nicht aus Stein, sondern aus Atem.
Zino Weinstein
FAQ - Frequently Asked Questions
Warum braucht Wien eine Corona-Gedenksäule?
Die Pandemie hat unsere Gesellschaft tief geprägt. Ein Denkmal dient als kollektives Gedächtnis, als Ort der Trauer für die Opfer und des Dankes an die Helfenden.
Warum am Stephansplatz?
Der Stephansdom ist das Herz Wiens. Ein Denkmal an diesem Ort würde symbolisch zeigen, dass die Pandemie das Zentrum unserer Gesellschaft getroffen hat – und dass die Erinnerung in der Mitte der Stadt verankert bleibt.
Ist das pietätvoll?
Ja. Das Ziel ist Würde, Trauer und Dankbarkeit. Es geht nicht um Provokation, sondern um Erinnerungskultur.
Wer soll das Denkmal errichten?
Das Volksbegehren fordert die politische und denkmalpflegerische Prüfung. Die konkrete Gestaltung könnte in einem offenen künstlerischen Wettbewerb erfolgen.
Wie wird die Säule finanziert?
Das ist Teil der politischen Diskussion. Optionen wären öffentliche Mittel, private Spenden oder eine Kombination. Wichtig ist, dass die Gesellschaft das Projekt trägt.
Was ist das „Volksbegehren des Geistes“?
Es ist eine künstlerische Initiative von Zino Weinstein, die die Grenzen von Kunst, Politik und Öffentlichkeit auslotet. Ziel ist nicht nur ein Bauwerk, sondern die öffentliche Auseinandersetzung über Erinnerungskultur.
